Unter welchen Erkrankungen leidest du?

Ich leide unter:
– Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsenunterfunktion),
– Endometriose,
– HPU,
– Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Glutensensitivität, Cassein/Lactose-Unverträglichkeit),
– Östrogen-Dominanz und
– Nebennierenschwäche.

Seit wann bist du erkrankt?

Ich bin seit meinen Kindertagen erkrankt. Ich hatte immer wieder Mandelentzündungen, bis dann diese operativ entfernt wurden. In Folge hatte ich vom 6. bis zum 11. Lebensjahr eine rheumatische Entzündung, die mit Penicillin und Schmerzmitteln behandelt wurde. Es folgte der Beginn von monatlichen Regelblutung, wo in Folge die Schmerzen stetig zunahmen. Erst viel später wurde mir dann Endometriose diagnostiziert.
Über die Jahre hatte ich immer wieder Blasen- und Nierenentzündungen, grippale Infekte und Erschöpfungszustände. Die Schilddrüse nahm kein Arzt ernst, genauso wenig die Unterleibsschmerzen. Somit kam es zu einer „Multi-Organ-Problematik“ und dem jetzigen problematischen Gesundheitszustand.

Wie äußert sich die Erkrankung bei dir?

Die Erkrankung äußert sich mit vielen Symptomen:
– Übelkeit am Morgen, nach dem Essen, Magenschmerzen, Darmprobleme (Verstopfung oder häufige Toilettengänge),
– Muskelverhärtungen, -schmerzen und -schwäche,
– Migräne,
– Schwindel,
– verschwommenes Sehen,
– Licht- und Geräuschempfindlichkeit,
– Nachtblindheit,
– Wortfindungsstörungen,
– Konzentrationsschwäche,
– Erschöpfungszustände, nach nur wenigen Stunden auf den Beinen,
– Gewichtsverlust,
– Kraftlosigkeit,
– Gallenentzündungen,
– Nahrungsmittelunverträglichkeiten (keine Toleranz von Fetten),
– kein Stress aushaltbar,
– Angst- und Panikattacken,
– Rückenschmerzen, sobald das sowieso schon geringe Kraftlimit erreicht ist, sonst droht Migräne,
– ect.

Was hilft dir, mit der Erkrankung zu leben?

Mir hilft eine Gluten freie und tierische Milchprodukte freie Ernährung. Grundsätzlich eine Ernährung mit frischem Gemüse, pflanzlichem Öl, Bio-Produkten (und das auch bei Fleisch). Sport kann ich leider nicht machen, wenn doch, dann folgt eine mehrere Tage andauernde Erschöpfung. Es gehen nur leichte Übungen sowie kleine Spaziergänge. Sehr viel ausruhen, auch zwischen kleinen Tätigkeiten, wie z.B. der Hausarbeit.

Was hilft dir am meisten, den Alltag zu bewältigen?

Mir hilft, mich zu entspannen, ein Buch zu lesen, manchmal Musik zu hören. Der Austausch mit Betroffenen ist auch eine gute Hilfe. Man hat gegenseitiges Verständnis und unterstützt sich. Leider wenden sich oftmals Familie und Freunde ab, bzw. können die Situation nicht verstehen. Man fühlt sich sehr allein gelassen und zieht sich zurück, wenn kein Verständnis entgegengebracht wird oder das Umfeld mit der Situation nicht umzugehen weiß.

Welche Tipps hast du für andere Erkrankte?

Unbedingt sollte man auf seine Körpersignale achten. Nicht nur einem Arzt vertrauen, sondern mehrere Meinungen einholen bzw. sofort handeln, wenn man nicht ernst genommen wird und sich nach einem anderen Arzt umsehen. Sich aus allem, was einem nicht gut tut, zurück nehmen und gut auf sich aufpassen.

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