Du möchtest mehr über Mikronährstoffe lernen? Dann schau dir die gesamte Serie an:

  1. Mikronährstoffe bei Autoimmunerkrankungen
  2. Zink bei Autoimmunerkrankungen
  3. Eisen bei Autoimmunerkrankungen
  4. Selen bei Autoimmunerkrankungen

Weitere Mikronährstoffe folgen!

Heute geht es in unserer Reihe über Mikronährstoffe um Eisen. Man kann diesen Mikronährstoff durchaus zu sich nehmen, indem man im wahrsten Sinne des Wortes Eisen zu sich nimmt. Im Projekt „The Iron Fish Project“ werden kleine Eisenfische vor allem in den Entwicklungsländern verkauft. Gerade in jenen Regionen stellt Eisenmangel ein riesiges Problem dar. Der Eisenfisch versucht dieser Problem zu lösen, indem er beim Kochen von Kochbananen, Maniok oder ähnlichem mit in das Kochwasser hinzugegeben wird. Dort gibt jener Eisenfisch dann Eisenionen an das Wasser ab, sodass diese mit der Nahrung aufgenommen werden können.

Wenn du also keine Lust hast, Eisentabs zu schlucken und eine vernünftige Menge an Eisen über dein Kochwasser aufnehmen möchtest, kannst du dir ebenfalls so einen „Iron Fish“ besorgen. – Später im Beitrag kommen wir darauf aber noch einmal zu sprechen.

Warum ist Eisen so entscheidend?

Eisen ist quantitativ das wichtigste und das in größter Menge vorhandene Spurenelement in unserem Körper. Wir haben ungefähr 2 bis 5 Gramm Eisen in unserem Körper. Diese Menge entspricht schon des Eisens eines handelüblichen Nagels. Von diesen 2 bis 5 Gramm sind ungefähr 70 Prozent im Blut gebunden und an der Blutbildung mitbeteiligt. Deshalb wird das Eisen auch immer überprüft, wenn der Hämoglobinwert beim sogenannten Blutbild betrachtet wird.

Wenn der Hämoglobinwert gut aussieht wird gesagt, dass Eisen kein Problem sei. Tatsächlich ist es so, dass unser Blut und die Bluttransportkapazität für unseren Körper logischerweise überlebensnotwendig sind. Das heißt, dass ist das letzte, was schlecht aussieht, wenn Eisen fehlt.

Von den beschriebenen 70 Prozent Eisen wissen die meisten Menschen. Doch was ist mit den restlichen 30 Prozent? Diese 30 Prozent machen eine ganze Menge wichtiger Dinge in unserem Körper. Unter anderem zum Beispiel an der Schilddrüse. Zwei von drei Schritte in der Herstellung von Schilddrüsenhormonen sind eisenabhängig. Das heißt: Unabhängig davon, ob die anderen Bausteine, die die Schilddrüse noch braucht, um Hormone zu produzieren, im grünen Bereich sind (z.B. ein super Selenspiegel, Jod und Tyrosin sind ausreichend) hängt die Schilddrüsenproduktion am Ende doch sehr stark am Eisenwert. Des Weiteren sind  20 Prozent des Eisens an Transportproteine gebunden, um dem Körper zur Verfügung stehen. Zirka 10 Prozent des Eisens im Körper sind an eisenhaltigen Enzymen beteiligt.

Und wo kann ich jetzt dran drehen?

Quasi dreht man am Eisenspiegel selbst. Wenn du überprüfen willst, wie es um dein Eisen aussieht, musst du folgendes beachten: Eisen spielt auch eine große Rolle in der Akutantwort auf Infektionen. Das heißt, wenn ich krank bin und bestimmte Arten von Infektionen habe, dann kann es sein, dass mein Transferrin und Ferritin nach oben schießen. Das passiert weil diese reisenden Proteine an  der Akutbekämpfung von Infektionen mitbeteiligt sind. Wenn du also wissen willst, wie dein Eisenwert ist, musst du dein Eisen insgesamt, deine Eisenbindungskapazität, dein Transferrin und dein Ferritin testen.

Eisenmangel Bluttest

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Dann tut sich natürlich die nächste Frage auf: Wie kannst du testen? Geht das mit einem Selbsttest, der nach Hause gesandt wird oder muss man dafür zum Arzt? Logischerweise können beim Arzt all jene Werte getestet werden. Ich persönlich würde immer den Ferritin mit Hilfe eines Blood-Drop-Test (Bluttropfentest) als erstes zu Hause testen. Beim sogenannten Bluttropfentest macht man einen Tropfen Blut auf einen Test, den man im Anschluss wegschickt. Hier findest du ein Testkit von Medivere, das du dir nach Hause schicken lassen kannst. Mit dem Code AP32696 sparrst du 5 Prozent bei der Bestellung des Tests.

Wenn der Ferritin-Wert im Normbereich ist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Rest in Ordnung. Dann gibt es weder eine chronische Entzündung, noch einen Mangel. Ist der Ferritin-Wert deutlich zu hoch, muss man gucken, woher das kommt. Der Grund dafür könnte eine akute Entzündung sein oder ein Problem mit der Eisenspeicherung.

Was sind die Ursachen von Eisenmangel?

Generell können jegliche Arten von Blutung zu Eisenmangel führen. Bei Frauen ist logischerweise die monatliche Menstruationsblutung eine der Ursachen für Eisenmangel. Gerade bei Schilddrüsenpatienten, bei denen Schilddrüse und Eierstock anders interagieren, gibt es auch ganz häufig Probleme mit verstärkten und zum Teil auch verlängerten Blutungen (genannt Hypermenorrhoe). Das liest man auch häufig in Schilddrüsengruppen. Weiterhin reagiert die Schilddrüse auch mit Progesteron. Somit beißt sich die gesamte Thematik wieder in den Schwanz.

Ganz oft hängt alles irgendwie zusammen. Mein Biochemie-Lehrer, der ganz cool war, hat immer gesagt: „It’s all connected!“ („Es hängt alles zusammen!“) Und das sollte einem bewusstmachen, dass diese Mangelerscheinungen nicht nur durch Blutungen hervorgerufen werden können sondern können auch vermehrt zu Blutungen führen. Diese vermehrten Blutungen können wieder zu Eisenmangel führen …

Natürlich sind Autoimmunerkrankungen ein ganz, ganz häufiger Auslöser von Eisenmangel. Aber im Grunde steht am Anfang wieder die Frage: Habe ich überhaupt einen Eisenmangel? Falls ein Eisenmangel bei Autoimmunerkrankungen vorliegt, ist sehr oft der Darm die Ursache. Im Darm sind die Abschnitte, die eisenresorbierend sind ganz kurz. Sind jene Abschnitte – im oberen Leerdarm und im Zwölffingerdarm – entzündet, kann keine Eisenaufnahme stattfinden. Dann kann ich so viel Eisen zu mir nehmen, wie ich will und kann laut Autoimmunprotokoll jeden Tag Leber essen, ohne dass sich irgendetwas verbessert. Und das ist dann natürlich total frustrierend, anstrengend und doof.
 

Bei Zölikalien kann dieser Eisenmangel wirklich ganz, ganz schlimm werden und zu ganz schlimmen Symptomen führen. Allerdings sollte nicht nur bei Zölikalie besonders auf Eisenmangel überprüft werden. Die Problematik ist auch bei allen anderen chronisch, entzündlichen Darmerkrankungen aktuell. Zum Beispiel bei Darmpermeabilitätsstörung, Leaky-Gut können Trigger wie Gluten, Casein, Ei, Karotte die oben beschriebene Entzündung der entsprechenden Darmabschnitte hervorrufen.

Was immer zu beachten ist: Eisen ist ein Baustein von vielen. Deshalb behandel ich in meiner Praxis auch funktionell. Ein weiterer Grund für Eisenmangel kann nämlich auch Leistungssport sein, weil dabei Eisen stark erhöht verbaucht wird. Generell können starke Anstrengungen, die den Körper unter massiven Stress setzen, Auslöser eines solchen Mangels sein. Und Erkrankungen wie die vorher benannten Darmerkrankungen bedeuten für deinen Körper immer Stress. Das führt dazu, dass dein Körper sich denkt „Hey, hier ist gerade so viel los, dass der Magen-Darm-Trakt gerade nicht so wichtig ist.“ Als Konsequenz entzieht dein Körper dem Magen-Darm-Trakt Sauerstoff, Blut und weitere Dinge. Es kann zu sogenannten Mikroverletzungen kommen, wodurch dann Eisen in den Darm abgegeben wird. Diesen Prozess sieht man und merkt man nicht. Er lässt sich auch nicht messen. Aber er kann dazu führen, dass der Eisenwert dauerhaft schlecht wird. Womit wieder der Satz „It’s all connected“ greift!

Eine weitere mögliche Ursache: Kupfermangel. Wenn Ceruloplasmin (Enzym), das dafür sorgt, dass zweiwertiges Eisen überhaupt umgesetzt werden kann, auf Grund einer Kupfermangels (cerulo = Kupfer) nicht als Übergangsprotein funktioniert, kann es ebenfalls zu einem Eisenmangel kommen.Natürlich kann man auch auf Kupfermangel testen. Das passiert am besten im Vollblut, wo das gesamte Blut vermischt, aufgesprengt und dann getestet wird.

Welche Erscheinungen können durch Eisenmangel auftreten?

Ganz wichtige Indikatoren sind krass brüchige Nägel, Verlust der Nägel, Haarausfall. Nehmen wir den Ferritin-Wert als Basisstoff, haben Studien gezeigt, dass Haarausfall bereits stoppt, wenn ein Ferritin-Wert von 50 erreicht wurde. Das ist allerdings noch sehr niedrig! Der normale Bereich dieses Wertes liegt zwischen 15 und 150. Daraus kann man schon sehen; Jemandem mit einer Ferritin-Wert von 15 geht es wahrscheinlich nicht genauso, wie jemandem, der einen Ferritin-Wert von 150 hat. Der Bereich ist halt einfach riesig! Abgesehen davon werden wenig lebensnotwendige Funktionen, wie zum Beispiel schöne Haare, erst ab einem bestimmten Eisenspiegel überhaupt vom Körper bedacht. Ist man empfindlich, kann ein Ferritin-Spiegel von unter 50 eisenbedingten Haarausfall bedeuten. Dabei spielt auch die Vererbung immer eine ganz entscheidende Rolle. Alles ist individuell, sodass manche auch mit superniedrigen Eisenspiegeln zurechtkommen.

Desweiteren können bei Ausdauerleistung Schwindel, Herzrasen, Müdigkeit, Synkopen – das heißt, dass das Herz mal einen Schlag aussetzt – auftreten, die durch Eisenmangel bedingt sind. Jene Symptome sind denen von Schilddrüsenerkrankungen sehr ähnlich. Deshalb kommt es schnell vor, dass man diese Erscheinungen verwechselt und denkt, man hätte etwas mit der Schilddrüse. Wenn man dann nur auf Schilddrüsenerkrankungen testet, kommt man natürlich nicht weiter.

Auch die Infektanfälligkeit ist ein Hinweis auf Eisenmangel, da Eisen auch bei der Immunabwehr eine große Rolle spielen.

Eisen Asporotat

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Der neidrigste Wert, den ich bisher gesehen habe, war 2. Obwohl – der niedrigste Wert den ich bisher gesehen habe, war nicht mehr nachweisbar. In diesem Fall hat das Labor dann geschrieben, dass sie leider kein Eisen finden konnten. Das kann dann natürlich tödlich sein, wenn man entsprechend lange mit solch einem Wert lebt. Zu wenig Eisen führt dazu, dass sich die Mundwinkelrhagaden auflösen. Die Zunge löst sich auf und wird so langkartenartig. Das kann wahnsinnig weh tun! Außerdem kann massiv, brennender Schmerz in den Beinen bei jeder Belastung ausgelöst werden. Das ist alles schon ziemlich unangenehm. Zu viel Eisen kann im Gegenzug aber auch tödlich sein. Ich denke sogar, dass das noch schneller zum Tod führen kann. Denn bei einer Eisenüberladung (einem sogenannten „overloading“) sammelt sich das gesamte Eisen in der Leber und führt dort zu einer Leberfunktionsstörungen. Das Problem dabei ist, dass man häufig kaum Symptome bemerkt. Häufig entwickeln sich zunächst Kopfschmerzen, die erst später durch dramatischere Symptome ergänzt werden. Eisen ist deswegen eigentlich auch rezeptpflichtig. Es ist aber  möglich, über frei zugängliche Supplemente Eisen zuzuführen, allerdings handelt es sich dabei um dreiwertiges Eisen. Dieses wird vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als zweiwertiges Eisen, deswegen auch frei zugänglich.

Man sollte bei Eisen wirklich immer wissen, ob man einen Mangel hat. Denn Eisen ist richtig gefährlich! Die Empfehlung lautet dementsprechend: Eisenwerte testen, bei Mangel Eisen mit ärztlicher Begleitung einnehmen und mit zeitlichem Abstand einen weiteren Test durchführen.

Also kann ich Eisen zuführen, ohne Eisennägel essen zu müssen?

Eisen gibt es als Supplemente. Wie bereits erwähnt, gibt es zweiwertiges und dreiwertiges Eisen. Zweiwertiges Eisen ist das aus tierischen Quellen. Dreiwertig Eisen kommt aus Pflanzen. Um jenes Eisen aufspalten zu können, benötigt man Magensäure. Magensäuremangel geht also Hand in Hand mit Eisenmangel und häufig auch mit Autoimmunerkrankungen. Denn oft bleibt es nicht bei einer Autoimmunerkrankung. In vielen Fällen gibt es eine zweite Autoimmunerkrankung, die sich gegen die Zellen des Magens wendet, die Magensäure produzieren. Solange man diesen Prozess nicht in den Griff bekommt, produziert der Magen nicht ausreichend Magensäure, wodurch sogenannte fötige Säuren nicht abgespalten werden können. (Welche Funktionen jene Antinährstoffe noch erfüllen, kann im Ernährungsseminar nachgelesen werden.) Werden fötige Säuren nicht abgespalten, kann das Eisen von unserem Körper nicht aufgenommen werden.

Ich selbst hatte früher auch Magensäuremangel. Dagegen habe ich Betain HCL genommen. Das substituiert die Magensäure (HCL). Ich bin mir heute nicht so sicher, ob ich die Medikamenteneinnahme damals richtig durchgeführt habe. Auf jeden Fall habe ich nach einem Aufdosierungsschema die Anzahl der Tabletten immer langsam gesteigert, bis ich ein bisschen Magenschmerzen bekam. An diesem Punkt habe ich dann wieder um eine Tablette reduziert. So war er mir möglich zu schauen, wie viel mir fehlt, um dann bei der richtigen Dosis zu bleiben. Aber Magensäure wäre noch einmal ein extra Thema. Im Zusammenhang mit Magensäure sollte aber eines im Hinterkopf bleiben: Wenn die Eisenaufnahme nicht vorangeht, könnte es auch ein Magensäureproblem sein. Ist keine Magensäure da, kann nichts resorbiert und aufgenommen werden.

Gehen wir nun zurück zum Eisen: Zweiwertiges Eisen ist besser als dreiwertiges. Auf den Supplementen ist entweder jene oder die chemische Bezeinchung („disulfat“ für zweiwertiges, „trisulfat“ für dreiwertiges) verzeichnet. Weiterhin wichtig zu wissen ist, dass Eisen viel besser aufgenommen wird, wenn Vitamin C mit im Spiel ist. Deshalb sollte man Eisen nach Möglichkeit mit Vitamin C kombinieren.

Ich persönlich bin mit einem grandiosen Eisenspiegel von 7 gestartet und wäre gern bei 100. Über eine Orale Substitution kann man seinen Spiegel laut Studien theoretisch auch um 2 Punkte je 3 Wochen erhöhen. So kann sich jetzt jeder selbst ausrechnen, wie lange ich für meinen Fall Eisen oral substituieren müsste, bis ich das erreicht habe. Allerdings macht orale Substitution bei mir massive gastrointestinale Beschwerden. Das heißt, mein Magen-Darm-Trakt ist davon betroffen. Ich bekomme Bauchkrämpfe, Durchfall oder Verstopfung, der Stuhl wird eklig schwarz und klebrig. Deswegen ist meine ganz persönliche Variante die „Eiseninfusionen“. Diese gehört in der Medizin durchaus zu den Sachen, bei denen man ein bisschen zurückhaltender ist, weil sie gefährlich sein können. Eiseninfusionen können allergische Schocks auslösen. Für mich war es jedoch die einzige Variante meinen Eisenspiegel in vernünftige Bahnen zu lenken. Und für ganz viele andere ist das eben auch zutreffend. Eiseninfusionen sollten von jemandem gemacht werden, der das schon häufiger gemacht hat – vielleicht sogar von Eisenkompetenzzentren, die auf Eisen spezialisiert sind. Dort müsste man das wahrscheinlich selbst bezahlen, wenn man nicht unter der Minimalgrenze des Normbereichs von 15 liegt. Trotz der Kosten kann es sich wahnsinnig lohnen. Dabei dürft ihr auch hier wieder keinen „Wunderheileffekt“ erwarten! Nach einer Eiseninfusion wird es dir nicht schlagartig gutgehen. Der tolle Effekt stellt sich ein, wenn die ganzen Enzyme, das Blut und alles weitere, wofür Eisen verantwortlich ist, wieder zur Verfügung stehen. Aber bis sich das einstellt, dauert es eben auch eine Weile – Der Körper benötigt Wochen dafür. Meistens merkt man den Effekt gar nicht so stark, da sich eine Besserung nur schleichend einstellt und gar nicht so registriert wird.

Solch ein Prozess beschreibt Hygiene-Faktoren. Das bedeutet, es ist schlechter, wenn Hygiene-Faktoren nicht da sind, aber es wird nicht besser, sobald Hygiene-Faktoren da sind. Man wird sozusagen nur auf 0 und nicht in den positiven Bereich gehoben. Der Vorteil ist nur, dass die schlechten Phasen eben auch weg sind. Um Veränderungen doch bewusster wahrzunehmen, hilft es ein Tagebuch zu führen. Vier Wochen vor der Eisenbehandlung solltest du all deine schlechten Phasen aufschreiben und dieses Protokoll dann mit deinen guten, schlechten bzw. neutralen Phasen nach der Behandlung zu vergleichen. Wenn zum Beispiel bei Haarausfall Eisenmangel der Grund ist, dann stoppen nach der Behandlung auch die Symptome. In meinem Fall stoppte 2 Tage nach der Eiseninfusion der Haarausfall, der vorher beträchtig war.

Sollte der Eisenmangel nicht der Grund sein, wird eine Eisenbehandlung leider nichts nutzen. Deshalb finde ich es immer wichtig, mit realistischen Erwartungen an so etwas heranzugehen und nicht zu glauben „Hey, ich mache das und alles wird besser.“ – Bitte vergesst nie, dass es viele kleine Bausteine sind, die zusammenspielen. Beim einen kann das Problem Zink sein, beim anderen ist es die Magensäure, bei wieder anderen ist es zusätzlich das Eisen. Es ist alles miteinander verbunden und hochgradig individuell. Eine Wunderkur existiert deshalb nicht!

Ein Nachsatz, den wir immer machen müssen, ist ganz wichtig: Wir geben keine Heilversprechen. Das, was wir vorschlagen, muss nicht bei dir wirken. Es gibt Fälle, wo das, was wir beschreiben, wirkt. Aber es bedeutet nicht, dass es automatisch auch bei dir so ist. Hier bei uns geht es um Aufklärung.

Wann darf man auf keinen Fall Eisen einnehmen?

Auf keinen Fall sollte man Eisen bei Bleivergiftungen infundieren. So ein bisschen Blei im Blut ist nicht das Problem, sondern ich spreche wirklich von einer echten Vergiftung. Wenn bleiassoziierte Blutarmut auftritt, darf man auf keinen Fall noch Eisen obendrauf geben!

Außerdem gibt es bestimmte genetische Erkrankungen, bei denen Eisen nur unter ganz strenger, ärztlicher Aufsicht gegeben werden sollte, wenn ernste Mängel auftreten. Ein Beispiel dafür ist die Polycythaemia vera; eine genetische Erkrankung der Thalassämie (der roten Blutkörperchen). Das Gleiche gilt für Hämosiderose, eine Eisenspeichererkrankung, die bei Autoimmunerkrankungen manchmal mit Eisenmangel auftritt. – Diese Erkrankungen und Mängel müssen wirklich von Spezialistenhand behandelt werden. Auf keinen Fall darf in diesen Fällen allein mit Eiseneinnahmen rumexperimentiert werden!

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Disclaimer: Wir distanzieren uns in jeglicher Art von Heilversprechen durch vorgestellte Supplemente oder Vorgehensweise. Die in diesen Beiträgen und Videos dargestellten Beispiele spiegeln ausschließlich unsere eigene Erfahrung wieder. Ob ein Supplemente oder eine Vorgehensweise sinnvoll für deine Genesung ist, musst du einzeln mit deinem Arzt besprechen.